Musiksommer in Eisenberg 2015

Die Lobkowitz-Kapelle im europäischen Kontext und Ihre Erfolge im Wiener Kongress 1815

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 Unter der Schirmherrschaft von Doc. JUDr. Pavel Svoboda PhD., D. E. A., MdEP

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an allen Wochenenden in August, Schloss Eisenberg (CZ)

Die Dramaturgie des vierten Jahrgangs des Festivals schöpft traditionell aus den großartigen Musikereignissen, die hier am Anfang des 19. Jahrhunderts stattfanden. Diesmal sind die einzelnen Konzerte durch das Thema des Wiener Kongress (1. 10. 1814 – 9. 6. 1815) verbunden.
Dieses Treffen der wichtigsten politischen Persönlichkeiten brachte nicht nur den Frieden nach den Napoleonischen Kriegen, es wurde auch zu einem riesigen Kulturereignis.


„Die Stadt Wien bietet gegenwärtig einen überraschenden Anblick dar; alles was Europa an erlauchten Persönlichkeiten umfasst ist hier in hervorragender Weise vertreten. Der Kaiser, die Kaiserin und die Großfürstinnen von Rußland, der König von Preußen und mehrere Prinzen seines Hauses, der König von Dänemark, der König und der Kronprinz von Bayern, der König und der Kronprinz von Württemberg, der Herzog und die Prinzen der Fürstenhäuser von Mecklenburg, Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg, Hessen usw., die Hälfte der früheren Reichsfürsten und Reichsgrafen, endlich die Unzahl von Bevollmächtigten der großen und kleinen Mächte von Europa – dies alles erzeugt eine Bewegung und eine solche Verschiedenheit von Bildern und Interessen, dass nur die außerordentliche Epoche, in der wir leben, etwas Ähnliches hervorbringen konnte."


Friedrich von Gentz in einem Brief vom 27. September 1814

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Für viele Komponisten bedeute der Wiener Kongress einen wichtigen Umbruch in ihre Karriere. Neben den bekannten Komponisten wie Salieri, Gelinek oder Wranitzky hatte hier endlich auch Beethoven Ruhm und Anerkennung gefunden. Komponisten, die nur regional bekannt waren, wie z. B. Beethovens Zeitgenosse Rösler, haben sich hier auch international Anerkennung verschafft. Starerfolge feierten hier auch der junger Ignaz Moscheles oder Johann Nepomuk Hummel. Schubert feierte hier seinen 18. Geburtstag und speziell für den Kongress komponierte er einige Werke, eher von intimerem Charakter als alle die „Schlacht- und Siegessinfonien". 1815 komponierte er auch sein berühmteste Lied "Gretchen am Spinnrade".
Im Wiener Kongress wurden wichtige Kontakte für zukünftige Engagements und Kompositionsbestellungen geknüpft und auch Freundschaften angefangen und vertieft.
In dieser politisch stabilen Periode konnten sich ihre künstlerischen Karrieren voll entfalten.
Der Wiener Kongress inspiriert uns nach 200 Jahren, die Musiker aus den verschiedenen Teilen Europas zusammen zuführen, und das Schloss Eisenberg in das europäische Kulturgeschehen als Auftragsgeber für neue Kompositionen einzugliedern. Es inspiriert uns zu der Zusammenarbeit zwischen den Künstlern der Festivals in Zeliv (CZ), Košice (SK), Rezekne (LV) und den Kulturfreunden Lobkowitz in Neustadt an der Waldnaab (D).

 

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